
Umfang und Automatisierungsgrad von Bahnlaufregelungen sind je nach Anwendungsfall verschieden. Unabhängig davon lässt sich jede Aufgabenstellung auf das Prinzip des einfachen geschlossenen Regelkreises zurückführen.


Bahnkantenregelung:
Regelung nach der linken oder rechten Bahnkante mit einem Kantensensor

Bahnmittenregelung:
Regelung nach der Bahnmitte mit zwei Kantensensoren.

Kontrastregelung:
Regelung nach einer durchgehenden oder unterbrochenen aufgedruckten Linie oder Kontrastkante.

Ausgangspunkt ist die aktuelle Position der Materialbahn.

Ein oder mehrere Sensoren erfassen die IST-Position der Materialbahn und übermitteln entsprechende Informationen an das Regelgerät.

Das Regelgerät vergleicht die gemessene IST-Position mit dem vorgegebenen SOLL-Wert. Ergibt sich eine Abweichung, so sendet das Regelgerät ein entsprechendes Korrektursignal an das Stellglied.

Das Stellglied korrigiert die Lage der Materialbahn präzise und nahezu verzögerungsfrei.
Die Regelungsart ist abhängig vom Verarbeitungszustand der Bahn. Unbehandelte Bahnen lassen sich nur nach der Bahnkante regeln, da hier keine weiteren Kontrastmerkmale vorhanden sind. Veredelte Bahnen bieten dagegen mehrere Möglichkeiten, z. B. aufgedruckte Linien oder andere frei wählbare Kontraste.
Die Abtastung der Bahn erfolgt mit analogen oder digitalen Sensoren.